Die Planung der täglichen Route

Die Planung unserer täglichen Route hängt ziemlich von der Region und unserer Stimmung ab. Anfangs, in den flacheren Regionen haben wir mittels der App Outdooractive kleinere Wege (Schotterwege, Forststraßen, Trampelpfade,…) gesucht, welche uns weiter Richtung Süd-Westen bringen. Zu beachten war, dass der Weg nicht plötzlich auf einer Bundesstraße oder in der Pampa endet. Ob der Weg dann schön oder pferdetauglich war, haben wir dann immer erst hinterher gewusst 😉

Oft haben wir auch von Supermarkt zu Supermarkt geplant. Die Nahrungsversorgung bestimmt generell oft unsere Routen. Den nächsten Supermarkt, welcher in unsere Richtung liegt suchen wir über Google Maps, meist etwa 4 bis 5 Tagesetappen, also 60-75km entfernt. Zu beachten ist dabei der geplante Ankunftstag und die Öffnungszeit des Supermarktes. Oft haben wir solche Etappen mittels Google Maps geplant, indem wir uns die Fußgängerroute ausspucken lassen. Wir schauten noch, dass sie nicht (wie leider sehr oft) an einer Nationalstraße oder dergleichen verläuft, da in diesem Falle eine gangbare Route doch erheblich länger sein kann. Ansonsten rechnen wir mit kleineren Umwegen von etwa 10% im Bezug auf diesen Vorschlag. Dann laufen wir etwa der vorgeschlagenen Route entlang los. Mit der App Outdooractive schauen wir uns die Höhenlinien an, um bei unterschiedlichen Optionen die günstigere zu wählen. Auch ist dort eine bessere Klassifizierung der Wege gegeben, sodass wir die Möglichkeit haben rechtzeitig Trampelpfade zu meiden, da wir gelernt haben, dass wir dort nicht immer mit den Pferden durchkommen. Auch größere Landstraßen können wir so weitestgehend vermeiden. In Bergregionen stößt Google Maps aber häufig an seine Grenzen, da hier oft eingezeichnete Wege unnutzbar sind, während andere nicht vorhanden sind. Dann ziehen wir noch die französische App GeoPortail zu Rate, welche das Kartenmaterial der IGN-Karten anzeigt. Leider nur Online und ohne Routenplanungsoption, sonst würden wir sie häufiger nutzen.

Tipp: Outdooractive Pro und Google Maps können die Karten offline speichern! Das spart extrem viel Handyakku und auch Nerven, z.B. wenn man in einem Funkloch steckt und den Weg nachkucken möchte.

Richtige Wanderkarten (diese zum anfassen, drauf rumkritzeln, ausversehen zerreisen und auf ein umständliches Format von 2x2m auszubreiten) haben wir uns nur für die Region in dem Pyrenäen geholt. Warum? Weil Google Maps und Outdooractive leider nicht alle Wege in den Bergen kennen. Die App GeoPortail zwar schon, aber die ist wie bereits erwähnt nur mit Internet zu gebrauchen. Und Handynetz hat man in den Bergen eher selten. Zudem hat es uns einfach auch mehr Spaß gemacht richtig oldschool auf dem Boden knieend und mit Textmarker bewaffnet unsere Route durch die Pyrenäen zu planen!

 

Diese Apps haben wir zur Planung unserer Routen genutzt:

  • Google Maps (Karten offline gespeichert)
  • Outdooractive Pro (Karten der Regionen offline gespeichert – ist allerdings sehr aufwendig)
  • GeoPortail (Für französische Gebiete)

 

 

Haben wir alle Übernachtungsmöglichkeiten vorab geplant?

Kurz und knapp: Nein! Für solch eine lange Zeit und Distanz kann man nicht alles voraus planen. Man muss den Mut haben einfach loszulaufen und kucken, was einen erwartet. Gegen Nachmittag bzw. Abend haben wir bei Bauernhöfen oder Hausbesitzern mit großen Wiesen nach einem Lagerplatz gefragt. Das hat für fast jede Nacht problemlos geklappt :)